Tourblog #11 (2008)
Günther Netzer – Nörgelsack-Kommentator
Mario, der Schöne – unser Mischer & Udo, das Gehör – unser Busfahrer
[Mittwoch, der 18. Juni 2008; 10:00 Uhr]
Günther: Wie jetzt, zwei Konzerte an einem Tag!? Versteh ich nicht … Wie wollen die denn bei diesem Verschleiß auch in der zweiten Halbzeit noch Vollgas geben!?
Udo: Junge, dat is Rock’n’Roll!
Mario: Denen fällt ja immer was ein … Mal gucken, konzentrieren wir uns erstmal auf die erste Runde in Dresden.
[Mittwoch, der 18. Juni 2008; 18:00 Uhr]
Günther: So, Halbzeitanalyse. Links außen beim Christoph habe ich den einen oder anderen Ausfall vernommen. Menschliches Versagen? Lag es an der Vorbereitung? Wie siehst du das, Mario?
Mario: Kabelbruch. Doch die Sanitäter flickten zusammen, was noch zusammen geflickt werden konnte. Er musste nicht stationär behandelt werden und konnte mit leichtem Handicap weiterspielen.
Günther: Die Mannschaft wirkte allgemein etwas verunsichert. Udo, wie erklärst du dir das? Mittlerweile müsste doch Routine herrschen, die Reihen geschlossener auftreten?
Udo: Ich komm grad aus der Kabine, hab dort mit meinen Jungs gesprochen. Die interne Kommunikation stimmte während des Spielens einfach nicht. Der Monitorsound war wohl schuld, wobei wir der Sache noch einmal gründlicher auf den Grund gehen werden. Scheinbar hörte Jennifer selbst die Hand vor dem eigenen Auge nicht. Aber dat is Rock’n’Roll!
Günther: Doch trotz alledem muss man sagen, dass die Fans auf jeden Fall der Mannschaft Rückendeckung gaben. Es war ein spannendes Spiel mit Höhen und Tiefen. Doch schauen wir uns jetzt die zweite Halbzeit an.
Mario: Die Jungs werden jetzt nochmal alle Karten auf den Tisch legen und zeigen müssen, was sie in den letzten Monaten gelernt haben. Alles oder nichts.
[Mittwoch, der 18. Juni 2008; 23:00 Uhr]
Stimmen im Hintergrund: Shaaaalalalalalalalaaaaaaaaaaaaaa..
Günther: Sie hören es schon im Hintergrund, die zweite Halbzeit verlief für unsere Mannschaft herausragend gut. Klasse Vorstellung und der Sieg war hochverdient und über jeden Zweifel erhaben. Mario, man hat deutlich gemerkt, dass die ursprüngliche Unsicherheit einer Euphorie gewichen ist, die den Jungs zu Beginn der zweiten Halbzeit noch einmal so einen richtigen Schub gegeben hat. Wie kam dieser Stimmungsumschwung?
Mario: Ja, von den Fehlern der ersten Hälfte war hier in Görlitz nichts mehr zu sehen. Das Zusammenspiel klappte hervorragend und die Mannschaft bot einfach eine Klasse-Show. So muss Fußball sein! Und nicht nur Fußball…
Udo: Dat war Rock’n’Roll, sach ich dir… Ich habe meine Jungs schon lange nicht mehr so gut spielen sehen. Allerdings gab es im Vorfeld des Spieles einige Bedenken. Aufgrund der starken öffentlichen Präsenz von Fans der Gegner (NPD Plakate in der ganzen Stadt) stieg die Befürchtung eines Hooligan-Aufmarsches, aber zum Glück kam es nicht dazu. Die Fans konnten ein friedliches Fußballfest abfeiern.
Mario: Trotzdem gab es eine rote Karte für die Nazischweine stellvertretend für alle braune Scheiße weltweit.
Günther: Ja, die Mannschaft um Jennifer hat ein weiteres Mal bewiesen, dass sie die Strapazen des Spiele-Marathons auch noch bis zum Ende der Saison durchhalten kann. Die Ausdauer des ganzen Teams ist einfach unvergleichlich, sogar ich verneige mich in Ehrfurcht. Nun stehen am Wochenende noch zwei harte Brocken an: Southside und Hurricane. Doch nach der heutigen Glanzleistung sehe ich dem Ganzen sehr optimistisch entgegen und bin mir sicher, dass die Jungs uns auch dieses Mal nicht enttäuschen werden.
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