Tourblog #13 (2008)
Wir haben jetzt eine eigene Bierbong: Emmet-Baldrian! Ein roter, großer Trichter und ein schöner, langer, durchsichtiger Schlauch! Klasse! Wir werden immer professioneller! Danke an die Bockwurst Becky für das Geschenk! Also, das gute Ding in den Bus geworfen und schon geht's wieder los. Erstes Opfer: Rheinfelden. Ein rotes Zirkuszelt sollte Schauplatz unserer musikalischen Schlachtplatte werden. Nicht nur wir, sondern auch Die Happy standen in der Pflicht. Und schau mal da: der Whisky hat ne Freundin! Der kleine schwarze Teufel turtelte den ganzen Tag lang mit Martas kleinem, weißen Engelchen "Katze" (ist ein Hund, man mag's kaum glauben) über das Gelände. Unsere Bühnenshow war wie immer die Keule schlechthin, besonderes Merkmal diesmal: Emmet-Baldrian wurde "on stage" entjungfert - gleich dreimal! Nach dem Konzert ging's für uns mal nicht auf die Rolle (wär wohl auch nicht so einfach in Rheinfelden), sondern wir besonnen uns auf den Erfahrungsaustausch mit Die Happy, die ja sogar schon eine anerkannt richtige Band sind - das wollen wir ja unter Umständen auch mal werden.
Ein deftiges Weißwurschtfrühstück erwartete uns am nächsten "Morgen" in Peiting. Jaja, Bayern und die Vegetarier - eine endlose Geschichte voller Missverständnisse. Egal, die Sonne schien und das zu Recht! Emmet-Baldrian entwickelte bereits am Tag 2 nach Geburt eine gewisse Routine, wir sind Stolz! Das wird noch ein echtes Prachtbuaberl! Wie das bei Neugeborenen so ist, zog der Jüngling unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich, daher passierte drum herum nicht viel. Er ist aber auch ein Süßer! Irgendwann mussten wir uns dann doch losreißen um das "Rock On"-Festival mit unserer Anwesenheit zu beglücken. Joe verliebte sich auf ein Neues unsterblich in ein unschuldiges Opfer aus der zweiten Reihe. Mal wieder stieß seine Liebe auf Beton. Armer Joe, bloß schnell weiter!
Huch, da sind die ja schon wieder! In Bochum zum selbigen Total gab es ein freudiges Wiedersehen mit altbekannten, lieb gewonnenen Gesichtern: Die Happy schrubbten erneut mit uns zusammen die Bühne. Für Christoph gab's wieder einmal ein Heimspiel im Pott, jede Menge Ex-Freundinnen, Ex-Dozenten, Freunde und Familie gingen leider in der Masse unter. Es war tatsächlich unglaublich voll. Vor uns legten die Jungs von den Fotos los, von uns gab's danach die gewohnte Ladung Tofurock der Güteklasse A. Die Fans dankten es uns mit ordentlich Jennifer-Rostock-Shirt-Representing und erstaunlicher Textsicherheit. Als Gimmick: Eine Wall Of Death, die sich so richtig gründlich gewaschen hatte. Drumherum war ein ausgedehnter Pressemarathon für uns vorbereitet, der in einem gemütlichen Tourbusbeisammenseinsmeetandgreet gipfelte. Feinemaus! Einer der Auserwählten machte sich sofort daran, den Joe zu bebalzen, aber jung und blond - leider nicht sein Cup of Tea. Wir sehen uns in 20 Jahren auf der Reunion-Tour, vielleicht klappt's dann! Mit Emmet-Baldrian im Gepäck ging es dann nochmal raus zu den wartenden Fans und Bekannten, einige gerieten auch in den Bann der Bierbong. Plicht erfüllt, ab ging's nach Hause.
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Also wir hätten das ja ganz anders gemacht: Zum Sommerferienbeginn in Halle lud Radio SAW die glücklichen Ferienmäuse zum Musiczone Open Air. Im Programm: Einige Bands (uns inklusive), einige Tanzperformances und stimmungskanonierende Moderatoren. Soweit so gut, nun zum großen Aber: Auf dem ganzen Gelände gab es keinen Tropfen Alkohol für die armen, jungen Dinger. Nicht dass wir den Alkoholkonsum hier verherrlichen wollten, wir sind nur brennende Verfechter des eingeschränkten Selbstbestimmungsrechts ab 16 Jahren, weeste wie? Und außerdem ist ja Ferienanfang, also alle Augen mal zugedrückt! Währenddessen erfuhr Backstage Emmet-Baldrian seine zweite Entjungferung - Baku wagte sich an eine Jägermeisterbong (Liebe eingeschränkt selbstbestimmte Kinder zuhause, bitte nicht nachmachen!). Das ganze Fest war leider schon um 21 Uhr vorbei, unser Bus sneakte also für unsere Verhältnisse relativ früh gen Hotel. Ausnahmsweise gab's für uns Deppen mal die volle Packung 5 Sterne, selber Schuld. Wir verabredeten uns nach Ankunft zeitig zur Schaumparty im Wellnessbereich.
"Keine Badezusätze in den Whirpool geben!" - MY ASS! Zu sechst in 2 Einmann-Whirlpools, bewaffnet mit Sekt, Obstplatte und 6 Metern Schaum, so lässt es sich leben! Was darauf folgte, war eine weitere Episode aus den "Leiden des jungen Walter" (Joe): Grade hatte er ein (möglicherweise) williges Opfer in der Sauna in eine prickelnd-erotische Konversation verwickelt, da kommt doch glatt der Mischer-Mario hereingebauerntrampelt und versaut ihm die ganze Tour. Naja. Später überzeugten wir uns noch davon, dass Halle auch bei Nacht durchaus Charme besitzt… genau wie wir! ;o)
Nach all den Festivaleskapaden der letzten Wochen stand diesen Abend endlich, bei bestem Sonnenschein, mal wieder eine schwitzige Clubshow an. Und zwar in München. Die Vorverkaufszahlen ließen schon auf einen unentspannten (im positiven Sinne) Abend hoffen, aber das tatsächliche Konzert überstieg dann nochmal all unsere Erwartungen: Das ganze Feierwerk schien die Texte besser zu kennen als wir selbst und auch sonst machten Alle jeden von Jennifer aufoktruierten Quatsch mit (im positiven Sinne). Die arme Bierbong erfuhr an diesem denkwürdigen Abend ihre dritte Entjungferung: Als FETT-Bong. Im Backstage schmissen alle Anwesenden ihre letzten Kröten zusammen und überzeugten damit die Bockwurst Becky, einen halben Liter Hähnchenbollenfett durch den Emmet-Baldrian zu schürfen. Hätte auch fast geklappt, allerdings machte ihr nach 2 Schlucken der Kotzreiz einen gehööörigen Strich durch die Rechnung. Im Anschluss gab's noch 2 - 3 Feierabendbierchen mit Fans und unseren Homies von "Mädchen Lieben Pferde", allerdings reichte es bei uns konditionsmäßig auch nicht mehr für ausgiebige Münchenbegattungen, wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten. Also huschhusch ins Bett.
Kontrastprogramm: Direkt aus der bayrischen Metropole katapultierte es uns ins provinziell angehauchte Tettnang, Idylle zum Anfassen und drin baden. Nach der Ankunft machten wir uns direkt nackig und stürzten uns in den bereitgestellten Bach. Mit Hund und Hund, wovon nur einer uns gehörte. Aber das nur am Rande. Pünktlich zum Beginn des "Rock im Vogelwald"-Festivals entbrach sich dem Himmel ein Regenschauer nach dem nächsten und rückte das Fest in woodstockeske Verhältnisse: eine Schlammschlacht sondergleichen. Aber wir sind ja nicht aus Zucker und außerdem war die Bühne ja überdacht. Ein großes Lob an die Leute vor der Bühne, die sich trotz Allem halbnackt im Schlamm wälzten.
Mit viel Stau und noch mehr Busfahrt ging's am nächsten Tag nach Österreich, ins ähnlich provinziell angesiedelte Neuhofen. Und um das Déjà-Vu zu komplettieren: Die Wettervehältnisse (und das klingt noch löblich) entsprachen dem Vortag. Vor uns spielten I-O, bekannterweise die neue Band der ehemaligen Guano Apes-Mitglieder. Pietätvoll wie Hummel spielte der anwesende DJ direkt nach deren Auftritt den Gunao Apes Hit "Open Your Eyes", hallöchen popöchen liebes Fettnäpfchen!
Zum Trost luden wir sie auf einen Schnaps ein, so sind wir! Nach dem Konzert ging's aber auch direkt zack zack no discussion zurück nach Berlin. Mhhhhm, schlafen im Neunsitzer.
Wir sehen uns nächste Woche in Deutschland, Österreich und der Schweiz! Freut Euch auf Emmet-Baldrian, ihr Mumus.
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