Tourblog #17 (2008)
PS: Wir setzen noch Einen drunter, mit dem U-16-Trinkerdrama „Highschool Fusical“ starring Sekt Efron und Vanessa Scotch’ens. Jaja, witzig witzig popitzig. Und schon geht’s auch richtig los, diese Woche ging’s auf die Kirmes in Wiefelstede starring Empty Trash (das ist Max Buskohl) und Jennifer Rostock (das ist nicht Max Buskohl). Es gab da ja so ziemlich Alles: Kinderkarussell, Autoskooter, Schießstände und prügelndes Dorfproletariat. Und scheiße-kalt war’s auch noch.
Aber wir sind ja nicht aus Zucker, wie man so schön sagt. Also hockten wir uns gemütlich ins Parkplatzgras und ließen uns von zwei Miniröcken fürstlich bewirten: Gin-Sprite und Korn-Sprite. Feine Sache. Der ältere Minirock (seines Zeichen Empty-Trash-Fan) bröckelte dann auch noch so einiges zusammen. Hudeli hudeli. Nach Gin und Korn roch nicht nur ihr Brökeli, sondern auch unser darauf folgendes Konzert. Feucht fröhlich, wie in alten Tagen. Die recht bekannte Faneuse „Charlyne“ fand sich an diesem Abend in einer Doppelrolle: Sie spielte nicht nur den Fan, der auf die Bühne geholt wird und „Mona Lisa“ fehlerfrei ins Mikro trällert, sondern auch den Fan, der später Whisky von der Bar leckt und neben letztere brökelt. Dieses Brökeli roch dementsprechend mehr nach Whisky als nach Gin. Wir hoffen an dieser Stelle, dass ihre Mama das auch ja liest. Denn schließlich sollen ja nicht nur die Bandmitglieder zu hause immer Schimpfe bekommen. Nein nein, das können die Fans ruhig auch mal vertragen. Aber Titten wollte mal wieder keiner zeigen. Schade.
Nach diesem grandiosen Auftakt ging es für uns weiter nach Tarmstedt zum „Rock den Lukas“. Die Fahrt dahin war gespickt mit Highlights des First-Class-Entertainments: Ein Besuch bei Bakus Großmütterchen und eine Wattwanderung in der ausgetrockneten Nordsee. Der Mischermario schnitt sich zwar im Schlamm gehörig einen Hacken auf, doch der Schmerz wich kindlicher Begeisterung, als er später an dem Nachmittag noch sein zukünftiges Boot bestaunen durfte. Riesenteil das Teil! Aber lange wurde nicht verweilt, denn so ein Lukas rockt sich auch nicht von alleine.
Wir waren als Headliner nach einer AC/DC-Coverband geplant, die wir uns dem Altersdurchschnitt des Publikums entsprechend eigentlich lieber als Headliner gewünscht hätten. Aber nun gut. Was Gitarrensoli und Mitklatschen angeht, konnten wir nicht mithalten, aber dafür haben wir ja die geile Olle als Frontfrau … Die kompensiert so Einiges! ;o) Danach war noch Aftershow-Party im Tourbus angesagt, allerdings irgendwie ohne uns. Dafür mit ganz vielen Leuten, die wir nicht kennen. Warum nicht. Aber Titten wollte mal wieder keiner zeigen. Schade.
Open-Flair! Das war jetzt mal wieder was Großes. Das merken wir dann immer daran, dass wir schon im Nachmittagsprogramm spielen und den kleinsten Bus auf dem ganzen Backstage-Parkplatz besützen. Hat aber auch einen großen Vorteil: Nach unserer Show können wir uns dann unters Publikum mischen und den Großen zugucken, wie man’s richtig macht. Hat uns allerdings bisher auch noch nicht viel gelehrt. Aber erstmal zu unserem Auftritt. Schön waren die Titten bei uns in der ersten Reihe. Irgendwann musste es ja mal klappen, dass Jemand die Euter rauspellt.
Danach standen noch Interviews und Autogrammstunde an – immer wieder ein großer Spaß für alle Beteiligten. Der Joe kam in den Genuss, den einen oder anderen Löres mit seiner Unterschrift zu versehen. Zum Glück hat er keinen besonders langen Namen. Aber das nur so am Rande. Der Christoph hat noch versucht den Tittenmäusen aus der ersten Reihe im Nachhinein ein schlechtes Gewissen zu machen (Anstand und so), hat sogar teilweise funktioniert – aber Mädels, das war doch nur Spaß. Beim nächsten Mal bitte wieder nackig machen! Weiterer Verlauf: Bands gucken, Adam Green filmen, wie er unser Interview aus einer Zeitschrift ins Englische übersetzt (siehe Youtube) und: Mischermario hat den Joe mit Fanneuse Charlyne arg betrogen. Zwar nur besoffen nebeneinander sitzen, aber das reicht schon, damit der Joe vor Eifersucht schäumt. Schäm dich, Mario!
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