Tourblog #18 (2008)
15.8., Populario-Festival: Ein verregneter Mittsommertag neigte sich dem Ende zu und diverse, großartige Bands fegten über die Bühne. Wir durften auch. Mussten dafür allerdings unsere muntere Kniffelrunde unterbrechen. Catering war toll, Kicker gab's auch. Da fand sich auch gleich ein neues Dreamteam an den Stengeln, Jennifer und Brummbrumm-Udo konnten ungeschlagen schlafen gehen. Selbst die Kilians mit literweise Jugendheimerfahrung mussten dran glauben. So, reicht auch für einen Tag erstmal.
16.8., Kontrastprogramm: Sommer, Strand, Sonnenschein in Prora auf Rügen. Alex ließ den Löres raushängen, der alte FKK-Ossi, während die anderen beim Beachvolleyball die sportlichen Höchstleitungen vom Vortag vergessen machten. Kontrastprogramm auch beim Catering: Großer Topf Bohnensuppe aus der Dose. Den Hundertschaften Wespen allerdings schien es zu munden. Keinezeitkeinezeit, weiter geht's.
17.8., Kontrastprogramm: Volles Haus zu früher Stund'! Highfield, 12:00 Uhr Stagetime hat Gold im Mund. 15.000 Leute gaben uns bereits zu dieser, für einen Festivalsonntag unsäglichen Zeit, die Ehre. Danach gab's Termine, Termine: Interview im Boot, Stuhltanz im Zelt, Autogrammstunde neben der Bühne, Bierbong auf dem Zeltplatz. Joe. Er verliebte sich im Backstage (mal wieder) unsterblich in eine ihm unbekannte, attraktive Person. Pantomimisch durch die trennende Fensterscheibe gestikulierte er dieser mit seinen Händen obszön pantomimische Gesten. Später erfuhr er, dass es sich bei dem verwirrten Opfer um den Drummer der Blood Red Shoes handelte. Wieder neue Freunde erarbeitet! Apropos Blood Red Shoes: Der Christoph wollte sich eben diese in der Zeltstage ansehen, wurde in der Schlange davor allerdings Zeuge folgenden Statements: "Das kann ja wohl nicht angehen, so eine Scheiße wie Jennifer Rostock darf auf der Mainstage spielen, während die Blood Red Shoes hier im Zelt vergammeln müssen?" Tag im Eimer. Romantiker, wie wir uns das trotz dessen bewahren konnten, ließen wir den Abend auf dem gekaperten Backstageboot in der Dunkelheit auf dem anliegenden See auswringen. Und pissten ins Wasser. Tooooooooll.
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Leck mich am Arsch, das wird ein langer Satz! Guckste hier: Während. Neee, nur Spaß, hier kommt der lange Satz: Während. Schon wieder reingefallen, was? Jetzt aber: Bevor wir am 21.8. abends in Hannover unser erstes Konzert zusammen mit den fabulösen Themroc gaben und auf dem Hof Badminton spielten, beglückten wir zu früher Mittagsstunde die Besucher der Games Convention in Leipzig, welche trotz steriler Atmosphäre es verstanden, einen Hauch von Clubfeeling durch die Messehallen zu blasen, während sich backstage die Fantastischen Vier (2 davon) als Jennifer Rostock Fans outeten, und wir uns schon auf den nächsten Tag freuten, der da stattfand in ELEND BEI SORGE auf dem Rocken am Brocken Festival, auf welchem Jennifer nach der Show einem Festivalbesucher den 8 Jahre lang gewachsenen Ziegenbart (auf dessen Wunsch hin) abschnitt und Joe sich züngelnderweise mit einem Fan vergnügte, was sicherlich feucht von statten ging, aber auf keinen Fall so nass wie die folgenden 2 Festivals, deren ersteres in Püttlingen unter dem Namen Rocco del Schlacko, mit diversen festgefahrenen Tourbussen, einer erschreckenden Ähnlichkeit zwischen den Bühnenshows K.I.Z.s und unsererseits (Bierbong, "Prost Ihr Säcke", Wall of Love) und einer meterdicken Schicht Schlamm, stattfand, wobei letzteres am Folgetag noch einmal überboten wurde, als wir in Cuxhaven beim Deichbrand-Festival nach Escapado spielten, mit denen wir uns später im Backstagebereich die Löffel volltranken, währenddessen sich unser MerchMmmmario eine Scherbe in den Fuß semmelte, von einem Krankenwagen abgeholt werden musste und sich so unsere Abfahrt 2 Stunden nach hinten verschob, PUNKT!
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"Uuuuuund Action!" Guck da, wir kommen ins Fääääärnseeeeehn! Ein Kamerateam der ganz besonderen Art begleitete uns für 3 Tourtage, los ging's im Exhaus in Trier. Trinkenderweise auf der Halfpipe sitzend (Skaten können wir nicht) verbrachten wir den langen Tag bis es endlich wieder auf die Bühne ging. Ein junger, ambitionierter Lehrer kam auf die grandiose Idee, statt eines Museumsbesuchs seinen Schülern einen kulturell mindestens ebenbürtigen Tag zu gestalten: Unser Konzert. Klasse! Im doppelten Sinne. Gab auch ein Foto als Andenken und natürlich Einiges zu lernen: Christoph kotzt sich auf dem Backstageklo die Umme aus dem Leib, Joe trinkt Milch-Bier-Dreck-von-unter-Themroc-Fabis-Fingernägeln-Mische und den Rest könnt Ihr Euch ja denken. Same Shit, New Day.
Auf dem Weg ins nächste Örtchen (Kaiserslautern, Kammgarn) wurde der Joe an einer Raststätte vergessen. Aber kein Problem, mit unserem Turbobus und einer Reihe gesperrter Abfahrten kostete uns der kleine Umweg auch nur 2 Stunden (und Joe sein Vertrauen in seine Bandkollegen und die Menschheit als solche). Angekommen in K'lautern wurde erstmal samt Kamerateam der örtliche KIK besucht, leider mussten wir recht schnell wieder gehen, da einige Angestellte etwas gegen die angeschleppten Papparazzi hatten. Beim Soundcheck kam es zu einem Desaster, das man soooo nicht kennt: Joe war eingeschnappt. Seine miese Laune wich aber bald einer Horde Schmetterlinge im Wanst: Er verliebte sich (selbstredend unsterblich) in den Kameramann. Christoph schaffte es während des Konzerts auf die Theke und bekam prompt einen Jägermeister ausgegeben. Im Übrigen überraschte Jennifer alle Anwesenden (Band inklusive) mit neuen Schmankerln in der Liveshow. Müsst Ihr aber selber gucken kommen, harrharrharr! Das, liebe Kinder, nennt man Kundenakquise. Achso, Leo Can Dive haben auch wieder mitgespielt, schön!
Ab in den Bus, zack auf die Insel. Den Nachmittag verbrachte der Großteil der Gruppe bei Joes Eltern in Zinnowitz. Perfekte Gelegenheit für Joe, seinen Eltern ihren neuen Schwiegersohn (den Kameramann) vorzustellen. Anschließend ging's noch an den Strand, um den Sommer in der Ostsee ausklingen zu lassen, und dann zum Instereo-Festival nach Karlshagen. Wie zu erwarten war, gab es für Jennifer und Joe ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern aus der "guten" alten Schulzeit, doch nicht alle schienen sich auf dieses Wiedersehen zu freuen: Es flogen auf die Bühne: Saure Gurken, rohes Fleisch und Kissen, die nach Pisse rochen. Ganz schön kreativ, diese Hater. Das Fleisch traf sogar Jennifer volle Sau in die Fresse. Als Belohnung gab es dafür: Keine Zugabe. Tut uns leid für die Leute, die uns nicht Scheiße fanden. Der Frust nach diesem Konzert wurde anschließend in der Zinnowitzer Bratzendisco hinuntergespült und Jennifer ließ aus Protest auf dem Parkplatz ihrer Wut (und damit meinen wir Blase) freien Lauf. "Uuuund Cut, Alles im Kasten!"
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Krefeld, 3.9., gutes Konzert, danach leider nichts los. Bochum, 4.9., gutes Konzert, tolles Catering, Christophs Familie war da, leider danach auch nicht viel los. Rock an der Olef, 5.9., Zeltfestival, gutes Konzert, danach wir leider schnell los. Rostock, 6.9., da ging die Sause! Wir spielten auf dem Hoffest der Hanseatischen Brauerei Rostock. Headliner: BONEY M! Für die jüngeren unter Euch: Daddy Cool, Rivers Of Babylon und gefühlte weitere 586 Nummer 1 Hits. Allerdings in den 80ern. An diesem Tag hat sogar der MerchMmmmmario ein Groupie abbekommen. Wir gingen mal wieder alle leer aus. Und ja, das kann man auch als Aufruf verstehen! ;o)
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Vom Videodreh in Düsseldorf ging es direkt nach Trossingen, wo wir (bereits das 2te Mal dieses Jahr) das Kesselhaus zum Überlaufen kriegen wollten. Leider fiel der Besucherandrang etwas geringer aus als beim letzten Mal. Da, liebe Kinder, ging die Kundenakquise mal so richtig in die Hose. Lag aber nicht an uns, wir verraten aber auch nicht, wer Schuld hat. Zum Glück ist der dortige Veranstalter nah am Alkohol gebaut, was auch wir nicht von uns weisen können. Spontan gab es nach der Show im Backstage noch eine Singrunde am Klavier, Auszüge davon sind auf Youtube zu verstaunen.
Der nächste Tag überraschte uns mit unglaublichen 560 Karten im Vorverkauf, leider fiel es uns schwer, dieser Freude Ausdruck zu verleihen, da uns allen noch die Bierseligkeit des Vortags im Schädel brummte. Auf unserer Shoppingtour durch Aschaffenburg landeten wir auf einer Gabelstaplermeisterschaft. Ja, wir waren auch verwirrt, denn es war unglaublich groß aufgezogen, samt gesperrter Straßenzüge und verschiedenen Eventbuden. Der Colos-Saal war am Abend bis zum Bersten gefüllt, teilweise wurde nun der Exzess der gestrigen Nacht bereut. Aber a job must be done oder so. Flasche auf, hilft ja alles nicht, Kopfschmerzen ersaufen und ab auf die Bühne. Danach ab in den Bus, denn Karlsruhe wartete schon gespannt auf uns.
Den Nachmittag verbrachten wir in KIK, Cult, NanuNana und anderen Feinkostgeschäften der Hochkultur. Es war Klasse! Danach verschlug es uns erneut auf ein Stadtfest: Einer Jazzband lauschend verspeisten wir unsere knoblauchsaucengetränkten Fressbudenspezialitäten. Konzert verlief super, Publikum war Weltklasse, leider mussten wir mal wieder direkt im Anschluss davon düsen.
Total im Shoppingfieber stürmten wir in Wuppertal den angrenzenden Flohmarkt und erwarben den einen oder anderen Schnicknack. Vor uns spielten an diesem Tag die Killerpilze (Baku war tatsächlich beeindruckt vom circa 8-jährigen Drummer) und Panik (ja, die aus der Bravo). Wir fühlten uns in diesem Line Up etwas fehl am Platze, aber a job must be done oder so. Nach uns waren noch Die Happy dran, machten ihr Ding wie immer souverän. Sowas, liebe Kinder, nennt man professionell und erfahren!
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